Mobile Apps für mehr Mobilität bei Rheuma

Shownotes

Digitale Angebote können dich dabei unterstützen, Bewegung flexibler in deinen Alltag zu integrieren: mit kurzen Übungen, Videos, Erinnerungen oder Feedback direkt über das Smartphone. Doch welche App passt überhaupt zu dir? Und woran erkennst du, ob ein Angebot vertrauenswürdig ist?

Nicht jede App, die mehr Bewegung verspricht, passt automatisch zu Rheuma – oder zu deiner aktuellen Situation. Deshalb schaut Host Phil in dieser Folge von Mein Rheuma Kompass – Der Podcast mit Dr. Harriet Morf genauer hin. Die Internistin und Leiterin der Arbeitsgruppe „Digitale Medizin und Versorgungsforschung“ ordnet ein: Wer steckt hinter einem Angebot? Gibt es Studien oder fachliche Begleitung? Was passiert mit deinen Daten? Und woran merkst du, ob eine digitale Bewegungstherapie dir wirklich hilft oder dich eher überfordert?

Das nimmst du mit:

  • Aufzählungs-TextApp-Check: wie du Studienlage, Datenschutz, Zielgruppe und fachliche Expertise besser einschätzen kannst
  • Digitale Angebote im Überblick: von DiGA über digitale Reha bis hin zu Angeboten von Krankenkassen
  • Begleitung bleibt wichtig: wie digitale Übungen Physiotherapie und ärztliche Einschätzung sinnvoll ergänzen können
  • Dranbleiben im Alltag: wie kurze Einheiten, Erinnerungen und kleine Motivationshilfen Bewegung leichter machen können
  • Fachliche Unterstützung: Physiotherapie und ärztliche Begleitung bleiben auch bei digitalen Angeboten wichtig

Eine Folge für alle, die digitale Unterstützung ausprobieren möchten und dabei informiert, sicher und selbstbestimmt entscheiden wollen.

Weiterführende Links & Anlaufstellen:

Mein Rheuma Kompass Website

Axia App

kaia health App und ViViRA App bei Rückenschmerzen

Physiofit

Rheuma-Auszeit App der Rheuma Liga

HelloBetter App bei chronischen Schmerzen

Fimo Health App bei Rheumatoider Arthritis

Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS)

🎙️ Eine Initiative von AbbVie Deutschland. 💬 Du hast Themenwünsche? Schreib uns an patientengagement.de@abbvie.com!

Transkript anzeigen

00:00:00:

00:00:02: Mein Räumer Kompass, der Podcast.

00:00:10: Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge mein Räumakompass!

00:00:15: Heute habe ich ein weiteres mal die liebe Harriet Morf zu Gast.

00:00:18: mit ihr werde ich über das Thema digitale Wege hinzu mehr Beweglichkeit reden.

00:00:23: In der vergangenen Folge habe ich mit Harriet über das Thema Sport- und Immunsystem geredet, welche Wirkung und Bedeutung das für unseren Körper hat.

00:00:31: und ja heute möchten wir eben darüber reden wie ihr hin zu mehr Beweglichkeit kommt und welche Unterstützungsmöglichkeiten die Digitalisierung euch dort bietet.

00:00:42: Lieber Harriet magst du dich vielleicht noch mal vorstellen für die Zuhörerinnen, die die vergangene Folge nicht gehört haben?

00:00:48: Ja!

00:00:48: Gerne.

00:00:49: Vielen Dank, dass ich heute wieder dabei sein darf!

00:00:51: Mein Name ist Harriet Morph und ich bin Internistin und arbeite in der Rheumatologie an der Uniklinik in Erlangen schon seit vielen Jahren.

00:01:00: Mein Fokus liegt auf Bewegungstherapie und digitaler Medizin und das ist jetzt auch der Grund weshalb ich heute in diesem Podcast eingeladen bin und ich freue mich hier Neues und Spannendes zu berichten.

00:01:14: Ich freue mich auch sehr dich heute ein insgesamt drittes Mal bei uns begrüßen zu dürfen und von dem her kennst du es ein bisschen, dass es die wiederkehrende Frage gibt.

00:01:22: Und heute möchte ich natürlich von dir wissen ob's in der jüngsten Vergangenheit einen Highlight zum Thema digitale Wege hin zur Mehrbeweglichkeit gibt?

00:01:31: Ja also das wurde jetzt wahrscheinlich schon viel thematisiert aber ich muss es einfach noch mal sagen, weil das so was Tolles ist.

00:01:40: Also wir haben jetzt eine Diga in der Rheumatologie, eine digitale Gesundheitsanwendung und noch dazu in der Bewegungstherapie.

00:01:50: vielleicht kennen die einen oder anderen schon die App.

00:01:54: Das ist die AXIA-App zugelassen für Spondylartritiden Und genau es ist eine Bewegungsapp wo über Hundertfünfzig Videos online sind.

00:02:07: Die sind entstanden von, also entstanden durch Therapeuten und Patienten.

00:02:14: Und genau man kann jeden Tag sozusagen Übungen aus diesen Repertoire machen.

00:02:21: Zusätzlich gibt es kleine Übung auch Achtsamkeitsübungen, Atemübung die man in seinen Alltag einmauen kann.

00:02:31: Also ich glaube das ist eine ganz tolle App, die ich auch selbst sehr gerne verschreibe

00:02:37: Du hast es angesprochen, verschreiben.

00:02:38: Also falls ihr Interesse an dieser App habt und einen Mehrwert für euch persönlich in diese App seht oder das vielleicht auch einfach mal ausprobieren möchtet redet mit euren behandelnden Ärztinnen oder Ärzten darüber um eben... die Verschreibung für die DIGA zu erhalten und wir möchten heute nicht ausschließlich über digitale Gesundheitsanwendungen sprechen.

00:02:57: Falls Ihr Interesse hat mehr über digitale Gesundheitsanwendungen zur Fahren, lege ich euch die Folge welche DIGAs die Kassen für Patientinnen zahlt mit Dr.

00:03:08: Johannes Knitzer ans Herz und in der heutigen Folge Schwerpunkt wieder zurück zu der Beweglichkeit.

00:03:15: also welche Digitale Möglichkeiten gibt es dann überhaupt wenn es um mehr Beweglichkeit gehen soll.

00:03:21: Also das ist eine ganz interessante Frage, weil es natürlich sehr viele Möglichkeiten gibt für digitale Bewegungstherapie.

00:03:30: die sind je nachdem mehr oder weniger standardisiert oder auch ja geprüft.

00:03:38: Das heißt, natürlich gibt es ja Möglichkeiten im Netz auf YouTube die ich aber selber nicht einschätzen kann weil ich nicht weiß von welchen Personen die gemacht werden.

00:03:48: Aber was man so sagen kann was aus der Gesundheitsrichtung kommt sind einmal Applikationen von Krankenkassen.

00:03:55: also mittlerweile bieten viele Krankenkasten Bewegungsapp an.

00:04:00: Dann gibt es oft die Möglichkeit, an Zentren wie Volkshochschule Bildungszentrum Präventionskurse zu absolvieren.

00:04:09: Das sind Bewegungskurse oder Sportkursen, die zertifiziert sein müssen.

00:04:16: D.h.,

00:04:16: der Therapeut, die Therapeuten müssen auch ein gewisses Programm einreichen was geprüft wird ob das wirklich das Ziel erreicht, was am Anfang Ja, bestimmt wird.

00:04:29: Es gibt telemedizinische Heilmittelverordnungen das sind zum Beispiel Videosprechstunden worüber man auch bestimmte Bewegungstherapien als Arzt, Ärztin, Therapeutin anbieten kann.

00:04:42: es gibt digitale Angebote manchmal von Berufsgenossenschaften.

00:04:48: Bei allgemeinen Ärzten gibt es die Möglichkeit digitaler Disease Management Programme, also gerade bei chronischen Erkrankungen wie man Patienten dazu fördern kann aktiv zu sein.

00:05:02: und dann gibt es auch noch Möglichkeiten nach Operation im Bereich der Reha poststationär Nachsorgepflege.

00:05:10: Also mittlerweile ist eigentlich in jedem Bereich die Möglichkeit digital auch aktiv zu werden.

00:05:18: Du sprichst das an, dass es auch nach der Reha die Möglichkeit gibt.

00:05:21: wie kann ich mir das dann im digitalen Kontext vorstellen?

00:05:24: Ich kenne jetzt nicht jede App genau im Detail aber natürlich kriegt man sie dann auch verschrieben und kann sich die App runterladen.

00:05:33: Das ist dann über einen gewissen Zeitraum.

00:05:35: zum Beispiel weiß ich das von Patienten, dass das sechs Wochen zum Beispiel geht.

00:05:41: Da haben sie Termine mit den Therapeutenkriegen Übungen für zu Hause mit und sind dann sozusagen wie in der ambulanten Reha nur, dass die dann halt sozusagen digital gesteuert wird also für daheim.

00:05:55: Find' ich persönlich sehr schön wenn man einfach damit auch ortsunabhängig ist.

00:05:58: Also unabhängige von diesem Reha-Aspekt, den du jetzt gerade nochmal erläutert hast aber insgesamt die digitalen Möglichkeiten.

00:06:03: Man ist einfach ortsunterpengig Trainings, Bewegungsintervalle oder wie auch immer wir das jetzt definieren möchten an dem Ort machen.

00:06:12: An dem man sich gerade befindet.

00:06:13: also es spielt keine Rolle ob ich daheim bin oder hier in Frankfurt im Podcaststudiositz und gerade noch eine halbe Stunde auf den nächsten Gast warte.

00:06:24: zum Thema YouTube wäre noch eine ergänzende Frage von mir nutzt du selbst irgendwelche Videos davon oder gibt es welche, die dir vielleicht auch deinen Patienten empfiehlt?

00:06:33: Oder sagst du nee lieber links und rechts von YouTube weil da gibt es zu viel Content.

00:06:40: Also ich persönlich benutze schon YouTube-Videos für Bewegungstherapie aber also für mich selber obwohl ich sagen muss dass ich natürlich eine andere Sichtweise auf die Videos habe.

00:06:54: gerade im Bereich Yoga habe ich da so paar Personen, mit denen ich zusammen praktiziere.

00:07:00: Aber natürlich hab' ich auch eine Ausbildung als Yoga-Lehrerin.

00:07:03: also ich weiß worauf ich achten muss und auch wenn mir manche Übungen jetzt nicht so sinnvoll erscheinen oder vielleicht auch nicht so gut ausgeführt dann führe ich die einfach selber aus.

00:07:13: und ich glaube das ist das große Problem bei digitalen Angeboten dass man schon am Anfang wenigstens einmal ein Gespräch mit einem Therapeuten oder einer Therapeutin hat.

00:07:25: Oder vielleicht diese Angebote als Hybridangebote nutzt, also das man nochmal eine Kontrolle durch eine Person hat weil man doch viel nicht so ausführt wie es eigentlich sein sollte

00:07:40: Verstehe ich absolut den Punkt.

00:07:41: Also mir geht es tatsächlich selber manchmal sogar so, wenn ich im Fitnessstudium bin und dann irgendwie die Übungen gezeigt bekommen habe selbst dann hat man ein schweres... also dann frage ich mich persönlich manchmal ob ich das richtig ausführe oder nicht?

00:07:51: Und wenn du sagst, du hast da selbst den Hintergrund im Yoga-Bereich, dann ist das natürlich nochmal ein anderes... Hat einfach einen anderen Wert, wenn du halt, ob du's nachmachst oder dass vielleicht auch selbst eine Frage stellts als ob wir als Patienten es einfach... mehr oder weniger stumpf übertragen, ohne in Frage zu stellen ob uns das gerade hilft.

00:08:09: Also was man schon sagen kann dass es immer mehr in diese Richtung geht, dass digitale Bewegungstherapie irgendwie überwacht oder kontrolliert wird.

00:08:19: also wenn ich jetzt an DIGAS noch mal denke es gibt eine Bewegungs-Diga Kaya Health die für chronische Rückenschmerzen zugelassen ist und in dieser App gibt es ein Track Imaging das heißt man stellt sozusagen das Smartphone vor sich, sodass man mit der Kamera seinen kompletten Körper sehen kann und dann beginnen die Übungen auszuführen.

00:08:45: Im Smartphone erscheint dann sozusagen, ob die Übung korrekt ausgeführt wird oder nicht mit diesen Strichen.

00:08:51: Was man vielleicht kennt in diesem Strichmännchen und dann wird auch noch mal direkt darauf hingewiesen okay gerade wurde die Übungen nicht ausgeführte.

00:08:58: ich zeig dir nochmal wie sie richtig geht probier es nochmal Und das gibt es mittlerweile auch bei anderen Applikationen.

00:09:04: also Ich habe viel Kontakt.

00:09:05: auch mit europäischen Ländern Kenne ich zum Beispiel eine Firma aus Norwegen, die gerade überlegt wie sie das noch mal optimieren kann.

00:09:16: Also dass man mit diesen Track Imaging auch schaut wie viel Belastung man auf die einzelnen Körperbereiche bringt ob das dann ja gut ist ausgeglichen was man da noch verbessern kann und ich glaube das wird in den nächsten Jahren zunehmen so dass man dann vielleicht für das Training an sich immer ne Kontrolle hat.

00:09:37: Trotzdem finde ich es immer sinnvoll, dass das noch mal jemand überwacht.

00:09:41: Weil man ja auch im Training weiter wachsen muss und neue Übungen bekommen muss.

00:09:47: also man muss hier immer wieder nochmal eingestellt werden und das alleine durch die App wird wahrscheinlich auch irgendwann... So kommen, dass eine App dann von sich entscheidet über KI gesteuert.

00:09:59: Du bist jetzt so weit du kannst die und Übungen machen aber solange das noch nicht der Fall ist natürlich sollte es auch immer nochmal ärztlich überwacht sein.

00:10:09: Das finde ich eine sehr wichtige Neuerung.

00:10:13: also was du angesprochen hat mit dem Track Imaging weiß ich nicht.

00:10:19: Also, ich finde das erstaunt mich tatsächlich.

00:10:21: beziehungsweise machen wir glücklich dass es das gibt und dass man einfach das Handy oder die Kamera des Handys auch für so eine sinnvolle Funktion dann einfach anwenden kann um ja einer Fehlbelastung zu entgehen oder sie zumindest zu dezimieren.

00:10:33: aber du hast auch angesprochen dass man da vielleicht noch mit Therapeuten reden sollte Und da wäre halt ein bisschen meine Frage oder mit Trainern wen du da gezielt adressiert.

00:10:42: also an wen sollten uns als Betroffene wenden?

00:10:44: An den Physiotherapeuten einen Fitness Trainer einen Sportarzt, wer wäre da die präferierte Wahl?

00:10:52: Also ich glaube Physiotherapeuten sind sehr offen für digitale Applikationen.

00:10:59: Aber ich habe auch viel Kontakt mit anderen Therapeuten so aus dem Bereich Sportwissenschaft, Sporttherapie und ich kann jetzt nicht sagen diese eine Person kann das machen.

00:11:14: ja es gibt bestimmt auch Ärztinnen wie ich, ja die einfach sportbegeistert sind dann können sie das vielleicht auch gut einschätzen.

00:11:22: Aber ich glaube gerade Physiotherapeuten aus dem Mangel heraus dass ihr einfach zu wenig Kletzer haben und trotzdem Patienten weiter betreuen möchten werden so digitale Afflikation eine gute Ergänzung des Patienten mit der App zum Beispiel daheim arbeiten können und dann vielleicht einmal im Monat zur Physiotherapeutin kommen, um zu überprüfen wie es jetzt herfortschritt.

00:11:49: Wie werden die Übungen ausgeführt?

00:11:51: Also insgesamt müssen die Betroffenen vielleicht einfach unter den genannten Personen schauen wer von denen da überhaupt offen gegenübergestellt ist.

00:11:59: Ja das denke ich auf jeden Fall.

00:12:02: Es gibt mittlerweile auch die Möglichkeiten, wenn wir jetzt nochmal speziell so im Bereich Räumer oder was kann man ja überhaupt an Bewegungstherapie machen.

00:12:13: Gibt es auch mittlerweile Apps, die Physiotherapie online anbieten?

00:12:17: Also wir haben jetzt gerade eine Studie mit einer Firma Laufen mit PhysioFit.

00:12:23: das ist ein normaler Anbieter den auch Physiotherapeuten verschreiben können.

00:12:28: diese App und Das denke ich ist gut als Ergänzung.

00:12:32: Ja, dann wo wir beim Thema verschreiben waren gehen wir vielleicht zu den frei verfügbaren Apps oder Anwendung die den Betroffenen die Bewegungen erleichtern können bzw.

00:12:43: Die dabei unterstützen können wieder in die Bewegung zu kommen.

00:12:46: Genau also kostenlose Apps ist immer so ein bisschen schwierig weil nie meisten an Bieter schon entweder als Digas oder über Kassenverträge, oder über digitale Therapeutiker irgendwie natürlich eine Entschädigung haben möchten.

00:13:08: Weil das auch kostenaufwendig ist, so eine Applikation zu erstellen und die dann auf Dauer immer ab to date zu haben.

00:13:18: Meiner Meinung nach Räuma-Auszeit, also das war ja so eine Applikation ganz am Anfang etwas was noch frei verfügbar ist.

00:13:27: Das ist eine Applikation von der Räumaliga entworfen die viele Bewegungsvideos hat aber auch Entspannungsübungen, Atemübung und Meditationen.

00:13:38: dann aus dem Bereich der Digas gibt es viele Apps die man bei chronischen Rückenschmerzen benutzen kann.

00:13:48: Also da hatte ich schon die Kaya-Helfe erwähnt, es gibt aber auch noch Viviere, die sind an sich auch budgetfrei also die Ärzte müssen nicht dafür bezahlen, aber sie müssen halt als Rezept verschrieben werden.

00:14:02: Es gibt auch Digas im Bereich chronische Schmerzen wie Hello Beta schmerzen wo auch Übungen zur Bewegung enthalten sind, dann vielleicht bei diesen Krankenkassen extraverträgen Apps also wo sozusagen mit der Krankenkasse einzeln noch mal besprochen wird werden die Kosten übernommen oder nicht.

00:14:24: Gibt es die App Fimo Help für Romatoedatritis?

00:14:27: Wo auch Bewegungsvideos beinhaltet sind.

00:14:31: das ist glaube ich relativ viel jetzt aus dem Bereich Bewegung Und wenn es im Bereich eher so mentale Gesundheit geht, wo man vielleicht auch einzelne Bewegungsübungen hat gibt das noch die App Villa Ravi.

00:14:45: Die noch nicht als Digger zugelassen ist aber als digitales Therapeutikum also ein Medizinprodukt und da kann man sozusagen bei den Herstellern selbst anfragen ob man einen Zugang bekommt.

00:15:00: Also der ist noch nie als Rezept und aber auch nicht frei verfügbar, aber man kann als Patienten sozusagen dort eine E-Mail schreiben.

00:15:07: Also eine ganze Reihe an Apps, wo die Zuhörerinnen sich vielleicht einfach mal einlesen können welche App oder welche Apps euch Unterstützung bieten könnten.

00:15:19: und ja wenn es eben sich um den DIGA handelt sich mit den entsprechenden ÄrztInnen auszutauschen um diese auch gegebenenfalls und für euch hoffentlich verschrieben zu bekommen.

00:15:29: Und wenn man den YouTube-Videos darüber geredet, dass du diese nicht unbedingt an die Patienten weiter empfehlen würdest beziehungsweise das nötige Hintergrundwissen mitunter braucht wie ist es dann bei Apps?

00:15:40: Wenn ich jetzt durch den App Store scrolle... und eine App sehe, die mehr Bewegung verspricht.

00:15:46: Und ich klick da einfach mal drauf weil sie kostet nichts, sieht irgendwie nett aus sind sympathische Menschen auf dem Cover der App abgebildet und ich will das einfach mal versuchen.

00:15:57: Hast du da irgendwelche Tipps und Tricks wie man checken kann ob die Inhalte die in dieser App vermittelt werden sinnvoll sind oder eben mitunter fragwürdig?

00:16:09: Ja also das ist sicherlich noch bei allen digitalen Applikationen ein Problem, dass wir keine richtigen Standards also so Richtung Qualität, Kriterien auch Risikoreinschätzung und manchmal die fehlende Expertise von wem diese App überhaupt entworfen ist.

00:16:33: Deshalb würde ich persönlich wenn ich eine App finde, die mich interessiert immer gucken gibt es dazu irgendwelche Studienlagen, also meistens müssen Apps wenn sie zum Beispiel als Digger zugelassen werden immer in Studien getestet werden.

00:16:47: Also schauen an welche Patienten oder an welche Zielgruppe generell ist die App gerichtet um so ein bisschen einschätzen zu können wie auch das Level dieses Intensitätslevel dann.

00:17:01: natürlich ist immer wichtig auszugucken Wer bekommt dann diese Daten Richtung Datenschutz?

00:17:07: Also wo werden meine Daten dann gespeichert, an wem werden sie vielleicht weitergegeben.

00:17:13: Das hatte ich vorhin schon erwähnt.

00:17:15: wer hat dieser Applikation entwickelt ist wichtig.

00:17:19: also waren das wirklich Leute die sich in dem Bereich mit auskennen oder waren das Personen wo man eigentlich gar keinen Hintergrund wissen hat?

00:17:28: und dann es ist natürlich auch wichtig was möchte diese App erreichen.

00:17:34: Also gibt es irgendwie ein Ziel, was die App hat?

00:17:37: Was möchtest du verbessern?

00:17:38: Geht's dir darum Ausdauer zu verbessern, Beweglichkeit zu verbesseren, Spaß zu haben?

00:17:43: also ich glaube da kann man sich so ein bisschen informieren und dann muss man natürlich auch individuelle entscheiden.

00:17:51: bringt mir das etwas ohne nicht und wir hatten ja schon in einer Folge mal besprochen, dass Sport niemals mit Schmerzen durchgeführt werden sollte.

00:17:59: Und wenn man dann merkt das bringt einen gar nichts, dann lieber wieder umstellen und zur Präsenz-Sporttherapie gehen und vielleicht eine Hybridversion finden.

00:18:10: ja wo man sagen kann da habe ich meinen Therapeuten und hab ne App die mich zusätzlich

00:18:15: betreut.".

00:18:15: Ich werde nochmal kurz bei dem Punkt ansetzen wo du gesagt hast man sollte nach Studien suchen finden wir Studien zu Apps.

00:18:24: Also gibt es da eine Seite, wo man zentral suchen kann.

00:18:26: oder würdest du sagen bei Google einfach den Namen der App plus Studie eingeben?

00:18:31: Oder wie wird dann vorgehen was Studienzuhörenden empfehlen würdest?

00:18:36: Also normalerweise das ist so.

00:18:38: das Gute bei diesen digitalen Gesundheitsanwendungen wenn man darauf Informationen zu der App gibt, dann kriegt man alles ja und dann kriegte man die Studienlage, die Referenzen, die Literatur.

00:18:49: und dass es manchmal bei anderen Apps bisschen schwierig, was man natürlich gucken kann ist.

00:18:57: Wenn mit der App mal eine Studie erfolgt wurde, kann man die auch im deutschen Studienregister finden, dass man da vielleicht mal guckt ob die App getestet wurde und sonst.

00:19:07: meiner Meinung nach es ist immer so wenn ne Studie positive Erfolge hat dann wollen das auch die Anbieter... dass darauf hingewiesen wird, dann würde es meistens irgendwo stehen.

00:19:19: Es haben sich positive Effekte in dieser Studie gezeigt und wenn man halt nichts dazu findet, ist das wahrscheinlich auch wahrscheinlich, dass keine Studie durchgeführt wurde?

00:19:28: Wie ist das mit dem deutschen Studienregister?

00:19:30: hat da jede Person Zugriff drauf?

00:19:32: oder was heißt einfach danach suchen und dann findet man's und dann klickt man sich dar.

00:19:38: Ja also man kann da... Das ist DHKS.

00:19:40: ich weiß jetzt nicht genau die Webseite, aber man kann dann einfach in einer Suchfunktion nach Studien suchen und wenn man zum Beispiel den Namen von der App hat, kann man einfach mal die Name von der app eingeben.

00:19:50: Und gucken findet sich da irgendetwas was im Bereich Studie zutrifft.

00:19:56: Vielen Dank!

00:19:57: Dann nächste Frage Wir sind alle in unserem Alltag ziemlich stark eingeboten, haben wenig Zeit und verlieren vielleicht durch die wenige Zeit, die wir haben auch die Motivation in der Bewegung zu bleiben.

00:20:09: Und da kann ich mir vorstellen dass digitale Angebote uns auch unterstützen können.

00:20:15: Kannst du meine These belegen?

00:20:17: Ja auf jeden Fall!

00:20:18: Das ist ja auch das was viele Patientinnen und Patienten wünschen, dass sie flexibel sind und auch von Zuhause Übungen machen können Schauen, dass man mit wenig Zeitaufwand die höchsten Benefite also die höhsten Verbesserung bekommt.

00:20:38: Und bei der Axiab war es zum Beispiel das, dass Man Bewegungen in den Alltag einbaut.

00:20:42: Das sind so ganz kleine Übungen fünf Minuten zehn Minuten.

00:20:46: aber auch Die anderen apps ich erwähnt habe haben Sohn minimalen Zeit auf wann, dass man sagt dreimal in der Woche zehn Minuten Übungen machen.

00:20:56: Sodass man halt wirklich nicht dieses täglich oder dreimal eine Stunde, weil das im normalen Alltag halt ziemlich schwierig ist.

00:21:05: und wenn man dann diese zehn Minuten hat die man dreimal an der Woche macht, dann ist es natürlich super!

00:21:11: Wenn man da noch einen Ansporn hat bei der Axia App gibt's die Möglichkeit dass man dann wie so ein Barometer hat, je mehr Übungen man macht umso grüner wird es.

00:21:21: und dann gibt's das positives Feedback.

00:21:23: Das ist natürlich immer gut auch Erinnerung zu haben oder irgendwelche Gamification Sachen wo man am Ball bleibt.

00:21:33: aber ja natürlich regelmäßiges Training ist wichtig und dann auch ein bisschen gucken was brauche ich jetzt je nach Erkrankung?

00:21:43: Die Gamification, die du anspricht, das du ja auch in der vorherigen Folge schon angesprochen mit den Schritten, wenn man dir am Tage am Ende des Tages erreicht hat.

00:21:52: Und ich muss für mich persönlich sagen, dass es auch so mit der größten Motivationsaspekte eigentlich ist.

00:21:56: Also Apps, die einem anderen Push-Benachrichtigungen senden um dran zu bleiben... Ich meine, wenn ich mal im Handy gucke dann sind da so und so viele Push-Benachrichtigung, die ich pro Tag erhalte und da gehen solche Benachrichtige eben unter weil man auf seiner Uhr präsent oder vielleicht auch im Handy Hintergrund bildt Was auch immer für ein Symbol sieht und was auch immer von einem Gaming-Charakter dahinter steckt, also ich meine Pokémon GO hat es ja eigentlich auch eingezahlt.

00:22:20: Dass die Leute auf einmal motiviert sind sich deutlich mehr zu bewegen ist zum Beispiel was ich selbst nicht ausprobiert habe aber ich glaube das ist den meisten Zuhörenden bekannt dass da sehr viele Leute sich auf einmal deutlich mehr bewegt haben als noch zuvor um eben die verschiedenen Pokestops zu erreichen.

00:22:37: Also gerade weil du das nochmal erwähnt hast mit dem Gamification gerade bei der Kaya Health App, die ich vorhin schon erwähnte.

00:22:44: Die hatten wir mal als Test-App bei der langen Nacht der Wissenschaft.

00:22:50: Und dann haben wir da immer so eine Option gewählt, versuchen sie so viele Sterne wie möglich zu erreichen und dann hat man auf dem Bildschirm sozusagen auch die Sterne gehabt, die an unterschiedlichen Bereichen waren und man musste dann einmal nach der Hand greifen oder das Bein heben weil dann wurde auch gesagt mit welchem Körperteil man sozusagen diese Sterne fangen sollte an dieser Station so eine lange Schlange, weil alle diese Spiele machen wollten.

00:23:20: Und das zeigt ja auch, dass also dieser Spaßfaktor halt wirklich wichtig ist und gerade bei Apps, weil es nach einem gewissen Zeitraum vielleicht auch einfach langweilig wird.

00:23:36: Welche Tipps würdest du eine Person geben, die gerade ganz neu anfängt oder vielleicht auch Unterstützung braucht um eben motiviert dran zu bleiben?

00:23:46: Also wenn es jetzt in dem Bereich digitale Bewegungstherapie geht dann würde ich erst mal gucken ob überhaupt dieses Format für mich das Richtige ist.

00:23:56: Bei den meisten Apps, gerade die dir auf Rezept verschrieben werden gibt es immer die Möglichkeit dass man zehn Tage oder zwei Wochen wie so eine Testversion anfordern kann und dann einfach probieren kann... also man kann dann diese App ausprobieren, kann schauen, liegt die mehr, liegt sie mir nicht?

00:24:14: Und dann ist es aber auch schon so, dass diese Apps eigentlich eine Therapie sind.

00:24:20: Das heißt ähnlich wie bei Medikamenten sollte irgendjemand diese Therapie überwachen und meistens ist das natürlich die Person, die das Rezept verschreibt.

00:24:30: also es auch ganz wichtig für die Motivation dass dann der Arzt oder die Ärztin beim nächsten Mal auch fragt, was konnten sie jetzt umsetzen?

00:24:38: Wie ist es ihnen damit ergangen.

00:24:39: Was hat vielleicht nicht so geklappt?

00:24:41: Weil das ist glaube ich ganz ausschlaggegen dafür ob man dann damit weitermacht oder nicht.

00:24:46: beziehungsweise wenn's Probleme gibt kann man auf eine andere digitale Bewegungstherapie umstellen und dann an sich für die Frage nach körperliche Aktivität.

00:24:59: Ist es so ein bisschen das, was ich schon mal beim letzten Podcast erwähnt habe?

00:25:03: Gucken, was sind meine Ziele?

00:25:06: Wie geht es mir situationsabhängig?

00:25:08: Was kann nicht machen?

00:25:09: Welche Art von Bewegung möchte ich machen?

00:25:11: Was sind meine Motivationen?

00:25:13: Was ich immer ganz witzig finde ist dass man sich zum Beispiel auch Motivationen schaffen kann, also für jede körperliche Aktivität die man macht in der Woche.

00:25:24: Fünfzig Cent zum Beispiel in so ein Sparschwein schmeißen und dann sagen am Ende des Monats gehe ich damit essen oder ins Kino oder was weiß ich nicht?

00:25:34: Damit man sich auch einen positiven Anreiz schafft.

00:25:38: Also das ist glaube ich ganz wichtig!

00:25:42: Was könnten denn so Limitationen sein?

00:25:44: Also was kann ich zum Beispiel dann stattdessen machen, wenn ich mal einen Tag habe der total voll war.

00:25:48: Leg ich dann vielleicht abends im Bett und mache ein paar Den-Übungen, Atemübungen also immer gucken dass man am Wahl bleibt weil Wenn man mehrere Tage hat wo man nichts macht also mehr als drei sind das glaube ich Dann kommt man aus dem Rhythmus und dann kommt dann dieses lange Nichts, mehrere Monate man macht nichts und dann kommt man vielleicht wieder auf diesen Gedanke.

00:26:13: Der war doch noch was.

00:26:16: Wenn du hier schon mit den Sachen in Tagen bewährt hast es gibt ja auch... Und sagt, nach einundzwanzig Tagen wird etwas für Gewohnheit und nach neunzig Tagen wird.

00:26:25: was für Routine.

00:26:26: Also wenn wir hier schon Zahlenwerte mit Zahlenwerten handieren dann finde ich kann man die auch gut anbringen.

00:26:32: also eigentlich müsst ihr nur Neunzig Tage durchhalten und dann ja dann macht ihr es eigentlich von von alleine wie Zähne putzen

00:26:40: Ja genau und dann erst mal.

00:26:42: vielleicht entwickelt man dann auch so einen gewissen Suchtcharakter, dass man sagt ich muss mich jetzt bewegen damit es mir gut hat.

00:26:48: Das ist wahrscheinlich auch das was wir mit diesen Glückshormonen haben.

00:26:51: aber die neunzig Tage finde ich immer ganz spannend weil da ist ja eigentlich so die Zeit die ein Rezept für eine digitale App zum Beispiel ist.

00:26:59: also ich glaube mal einfach diese Neunzig-Tage durchhalten und einmal gucken was passiert.

00:27:04: Und dann hoffentlich ein erfolgreicher Rezept zu erhalten.

00:27:09: Ich finde, du hast in dieser Folge schon viele wichtige Botschaften bzw.

00:27:13: Messages an unsere Zuhörenden transportiert.

00:27:16: aber jetzt wo wir uns dem Ende der Folge entgegen bewegen bzw.

00:27:20: langsam eigentlich schon ankommen meine abschließende Frage an dich gibt es noch eine zentrale Botschaft die du den Betroffenen mitgeben möchtest um ja bei Rheuma wieder zu mehr Beweglichkeit zukommen und digitale Unterstützungsangebote dabei zu nutzen?

00:27:36: Also ich finde es ganz wichtig, dass digitale Bewegungstherapie eine Option sein kann um beweglicher oder aktiver zu werden und vielleicht sogar unterstützen zur normalen Bewegungsterapie sein kann.

00:27:53: Es bedeutet aber nicht das ist ein Muss.

00:27:56: also ich weiß auch noch mal darauf hin alle andere Arten von Bewegungen sind genau so gut.

00:28:04: Digitale Bewegungstherapie ist einfach eine Alternative zu unseren anderen Formen von Bewegungsterapien.

00:28:11: Vielen Dank für deinen Schlusswort, ich bedanke mich dass du ein weiteres mal bei uns im Podcast zu Gast war.

00:28:16: es hat mich wieder sehr gefreut und vielleicht bis zum nächsten Mal!

00:28:22: Vielen Dank.

00:28:23: Der Podcast ist Teil der Meinräumakompass-Initiative, die dazugehörige Website findet ihr in der Beschreibung.

00:28:31: In der Beschreiben findet ihr außerdem weitere Informationen zu der vergangenen Folge.

00:28:36: Der Räumakompass ist eine Initiative von App wie Deutschland.